Ich habe schließlich weder ein Buch noch den dritten Film komplett geschafft. Völlig geschafft war ich aber, als ich endlich am Einwanderungsschalter ankam. Hunderte Leute in der Schlange... Shit happens. Zu meinem Erstaunen erwischte ich aber eine einnehmend freundliche Person, die nicht einmal einen Blick auf meinen Laptop werfen wollte, geschweige denn in.
Zur Begrüßung im Taxi gab es dann eine Tornado-Warnung. Der zog zwar hautpsächlich über die Bronx, der Himmel wurde allerdings immer dunkler. Gerhard Schröder hätte mir das wahrscheinlich voraussagen können, dass die Amis mich mit sowas begrüßen, aber letztlich hat es ja auch (nur) die Brox erwischt. Und dort am gleichen Tag auch noch zwei Boxer. Der eine erschossen, der andere eingebuchtet wegen Kokainhandel. Ist aber unschuldig (letzterer). Wahrscheinlich ein lupenreiner Demokrat. Sagt jedenfalls sein Anwalt und der muss es wissen. Nicht der beste Tag für die Bronx. Aber wie heißt es doch so schön? Shit happens.
Anstatt in Ruhe lesen zu können, hat mich mein Vermieter dann durch halb Brooklyn geschleppt, bei wasserfallmäßigem Regen (durch Tornado, zu den anderen temporären Wasserfällen in New York vgl. später). Bin jetzt schon ein Brooklynite. Das muss die berühmte amerikanische aufgesetzte Höflichkeit sein, dass er mir stundenlang alles gezeigt hat. Schräg gegenüber ist die Produktionsgesellschaft von Spike Lee, zur Wohnung erzähle ich aber später was, sobald ich ein paar Fotos gemacht habe. Passt, mein Vermieter ist auch Produzent und Schauspieler. Hat mir gezeigt, wo Heath Ledger mit Michelle Williams wohnte (jetzt nur noch Williams, shit happens) und konnte berichten, dass es tatsächlich Selbstmord war. Wer, wenn nicht er, muss das wissen? Eben. Gut, er hat mir auch noch meinen Waschsalon und anderes gezeigt, aber wer will das wissen? Eben.
Und was die Bücher angeht - was nicht ist, kann ja noch werden.
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