- UNfassbar ist das UN-Gebäude, nämlich hässlich. Immerhin waren wir im renovierten Teil, also zumindest kein Asbest (aber evtl. Schweinegrippe, auch nicht viel besser).
- UNverhohlen ist, dass der Gang gerade zwischen den Tischen von Iran und Israel verlief.
- UNglaublich, dass ich gerade jetzt mit Anzug bei über 30°C von Grand Central aus durch die Sonne laufen durfte und meine U-Bahn Montag morgen keine Klimaanlage hatte.
- UNabhängig sind sie auch bei den Vereinten Nationen, mit eigener Post und neutralem Boden, den sie von Rockefeller geschenkt bekommen haben. Was zur Folge hat, dass man weder im Restaurant noch in der Delegate's Lounge Steuern zahlen muss.
Leider musste ich Dienstag vor dem Ende der Diskussion zu Cardozo. Zwar lasse ich die meisten Vorlesungen ausfallen, doch fand eine Plenardiskussion zum Recht der öffentlichen Zugänglichmachung statt (right of making available), zu dem ich auch meine Magisterarbeit geschrieben hatte. Hier finden zwar mehrmals die Woche solche Zusatzveranstaltungen statt, aber diesmal gehört es auch noch offiziell zu meinem International Copyright Kurs. Danach gab es sowohl in Cardozo einen Empfang, als auch ein Dinner auf Einladung einer der NGOs (Non-Governmental Organizations, die neben den Ländern etwas zu sagen haben wie ELSA oder die World Intellectual proeprty Organization, die International Trademark Association, usw.). Im Millenium Hotel direkt bei den Vereinten Nationen mit herrlichem Blick. UN-Delegierte haben ein recht angenehmes Leben...Am Abend musste ich erst noch zu Kunstrecht, danach gab es eine Tour mit meiner Delegation durch Greenwich Village bei meiner Uni - vor unserem Dormitory (Studentenwohnheim) wurde gerade für Ugly Betty gedreht. SoHo, Little Italy und Chinatown waren die nächsten Stationen, bevor es bei einem Vietnamesen zum Essen ging.

Donnerstag musste ich den Report schreiben, gerade am Tag mit den heißesten Themen. Man muss sich erst daran gewöhnen, dass ein Land das andere über die genaue IP-Terminologie aufklärt - Erschöpfungsgrundsatz oder -konzept, etwa -prinzip? Italien wusste es auf jeden Fall genau zu erklären...
Abends gab es wieder einen Empfang, diesmal von der American Bar Association, ähnlich dem DAV. Die sitzen gegenüber vom Harvard Club in einem Gebäude, das zu der Zeit gebaut wurde, als Holz rar und Marmor im Überfluss vorhanden war. Neben netten Delegierten
hat uns der Abend auch noch eine Tour durch das prächtige Gebäude beschert. Mit einem Delegierten von der ESA (European Space Agency) und Ecuador und einem Anwalt aus New York sind wir dann zur am wenigsten versteckten versteckten Bar New Yorks.Am Freitag wurde danach in der Endfassung des Reports noch einmal alles auseinander genommen. Alles in allem eine sehr interessante Woche, aber ohne IP-Vorkenntnisse schwer zu verdauen.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen