
Direkt nach den Paraden in ganz New Orleans strömen alle - und ich meine alle - in eine einzige Straße, die Bourbon St. Die macht ihrem Namen auch alle Ehre. Zu den üblichen Traumfassaden kommt Live-Bands, die halb auf der Straße stehen, Leute, die kaum auf der Straße gehen können, und Kettenwerfer, die auf dem Balkon stehen. Die Straße ist in jeder Hinsicht unvorstellbar voll. Feucht-fröhlich-frivol sind die Zutaten!

Klar, dass hier der Cocktail Hurricane erfundern wurde - wüsste ich es nicht besser, würde ich hier auch den Ursprung von Absinth hinverlegen. In weiser Voraussicht werden schon auf den Paraden Becher der einzelnen Krewes geworfen. Da ist es sehr praktisch, wenn man ein Hotel direkt am Rande des French Quarters und der Bourbon St. in der Nebenstraße der Paraden hat, mit gutem Frühstück...


Das Einzige, was mir etwas spanisch vorkam, war, warum die Leute nach den Paraden sich noch auf der Straße ausziehen, um Ketten zu ergattern, die vorher schon in unvorstellbaren Mengen geworfen wurden. Aber andererseits, Louisiana war schließlich mal spanisch.
Und noch ein paar Fotos:







Während die einen vor dem heiligen Bund der Ehe noch schnell Küsse einsammeln müssen, versuchen andere, die feucht-fröhlichen Schäfchen wieder eilig einzusammeln und ins Trockene zu bringen. Und über all dem scheint eine höhere Instanz zu wachen, die aber angesichts der Meute in der Bourbon St. manchmal nur ein Schatten ihrer selbst ist.


Wieder andere sind schon einen (Tanz-)Schritt weiter. Durch Zufall haben wir eine Hochzeit(sprozession) mitbekommen, ein Wahnsinn. Zu Bigband-Klängen mit Tuba & Co. swingte sich diese durch New Orleans. Das Foto rechts ist typisch New Orleans: kalten, dynamisch-verschwomme Blautöne für den quirligen Teil und die fast komplementären Töne links für die angenehm-gemütliche Jazz-Atmosphäre.

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