Freitag, 17. Oktober 2008

BBQ

Donnerstag hatte ich ausnahmsweise vier Vorlesungen nacheinander. Gerechterweise wurde ich durch ein BBQ der Uni entschädigt. Wir haben das Essen dann noch etwas verlängert (aber nicht essenstechnisch gesprochen). Dadurch habe ich den Light-the-Night-Walk auf der Brooklyn Bridge und die Bar Night verpasst, aber an so etwas muss man sich in New York gewöhnen. Ich habe zumindest noch gesehen, wie McCain bei Letterman gegrillt wurde, er hat sich aber schlagfertig aus der Affäre gezogen. Wie das nur eben geht, wenn man absagt, weil man ganz dringend nach Washington reisen müsse, um die Welt im Allgemeinen und Wall Street sowie Main Street im Besonderen zu retten, stattdessen aber zu einem Interview bei der Konkurrenz fährt und auch am nächsten Tag noch ein Straße weiter logiert.

In unserer Multikultidiskussionsrunde ging es hauptsächlich um Indien, Pulkit hat vom Nord-Süd-Gefälle erzählt (ähnlich dem deutschen... ähem #1). Eine Mitstudentin von uns belegt hier die Kurse, die ihr Mann ihr vorgegeben hat, der gar kein Jurist ist. Das ist ungefähr so, als wenn man einen Buchhändler zum Vorsitzenden der SPE-Fraktion im Europäischen Parlament machen würde. Oder einen Tatort-Kommissar zum Bundespräsidenten. Oder Klinsmann zum Bayern-Trainer. OK, jetzt wird es langsam zu abstrus. Jedenfalls sind die Unterschiede sehr groß, von modernen Gesellschaften wie im Westen bis zu Zwangsehen. Das indische Modell ist allerdings etwas abgewandelt: Die Eltern suchen zwar den späteren Partner aus, werden aber instruiert (welche Haarfarbe, Statur... ähem #2). Dann leben selbige fröhlich zusammen. Wenn das so bleibt, wird geheiratet, sonst müssen die Eltern erneut ran. Praktisch, sowas. Ist an sich moderner, so hat man Zeit für anderes. Z.B. Grillen.

Heute gab es dann in der Uni eine Diskussionsrunde zu Korea (hallo, Nord-Süd-Gefälle?) mit Donald P. Gregg, dem Foreign Policy Advisor von Barack Obama und Edward F. Cox, Chairman von John McCain's Kampagne hier drüben. Dabei wurde... gegessen.

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