Am Freitag stand ein LexisNexis-/Westlaw-Training an. Warum man ein Training für juristische Datenbanken braucht? 1. Weil die Uni die Accounts bezahlt und 2. weil die Uni die Accounts bezahlt und 3., weil die Recherche doch wesentlich komplexer ist als in Deutschland. Zu 1. und 2.: Allein eine Stunde recherchieren kostet normalerweise 200 $. Eine Suche kostet 15 $. Genau so teuer/billig wie meine Friseuse hier in New York. Allerdings hat die Suche länger gedauert. Ohne mich nach etwaigen Wünschen zu fragen, hat sie ("Trust a gifted artist") losgelegt, in einem Wahnsinnstempo. In 5 Minuten war alles vorbei. In der Zeit hätte ich keine 3 foot-long Subways-Sandwiches essen können, die man hier für ebenfalls 15 $ bekommt.
Außerdem bekommt man dafür 15 Gatorade Lemon in Brooklyn, 7,5 bei meiner Uni, 5 am Times Square und 3 + einen Schluck bei den US Open.
Und anstatt 10 Mal auf Suche zu klicken oder 150 Gatorade Lemons nebenan zu trinken, könnte ich genauso gut das Bankett der deutschen Steuben Parade besuchen. Allerdings sind dort Ralf Möller und als Überraschungscomedian Hape Kerkeling. Dann doch besser mit den anderen 100.000 Besuchern die Parade anschauen und auf die Suche klicken. Muss ich schließlich nicht zahlen.
Für was ich allerdings zahle, ist das momentan seit Tagen nicht vorhandene Internet. Der Router hat mich einiges an Nerven und vor allem nicht vorhandener Zeit gekostet. Vielen Dank an dieser Stelle an meine Nachbarschaft und ihre offenen WLAN-Netze.

Kann ohnehin nicht klagen über meine Nachbarschaft. Am Samstag wurde in meiner Straße ein sog. Blockfest veranstaltet. Da kommen alle Anwohner zusammen und feiern. Es wird gegrillt und bei uns hat eine klasse Jazz-Band gespielt. Leider hatte ich nur kurz Zeit vorbeizuschauen.

In dem weißen Haus wohne ich übrigens. Im braungestrichenen Erdgeschoss (dort wohnten früher traditionell die Bediensteten und heute tatsächlich unser Hausmeister) kommt man hinein, im 1. Stock (weiß) wohne ich hinter den ersten drei Fenstern von links.
Bei einem anderen Blockfest in Brooklyn wurde ein kleines Mädchen erschossen, das verursacht gerade relativ viel Aufruhr. Und in einem Gebäude in der Nähe des Union Squares, an dem ich jeden Morgen vorbeilaufe, sind gleich zwei Leute erschossen worden.

An 9/11 (nächster Post) bin ich zudem in DUMBO (Down Under The Manhattan Bridge, rechts) an einem Haus vorbeigelaufen, in dem jemand ermordet wurde. Allerdings diesmal nur im Film "Righteous Kill" mit De Niro und Al Pacino, in dessen Premiere ich mit ein paar LL.M.-Studenten war. Danach ging es dann noch in einen Club, diesmal zwischen Chelsea und Hell's Kitchen, der letzterer Gegend gerecht wurde. Hell's Kitchen war früher völlig überfüllt mit Immigranten und "Hot as Hell" war zu beschönigend.
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