Dienstag, 23. September 2008

Filmkritik

Heute durfte ich um 7 aufstehen, da sich gestern Nacht noch der "Service"-Mitarbeiter von Verizon, vergleichbar mit der Deutschen Telekom, angekündigt hat, der eigentlich bis gestern hätte da sein sollen. Ich habe dann aber nichts Negatives gesagt. Der war 10 cm größer als ich. Und 100 cm breiter. An den Schultern. Und zumindest hat er die DSL-Störung behoben nach einigen Stunden.

Durch diese Geschichte habe ich meine letzte Vorlesung verpasst, in der unser Prof. über einen laufenden Prozess erzählt hat. Heute hat er Bescheid bekommen, dass er für den Beklagten gewonnen hat. Die Klägerin sah sich in ihren Rechten verletzt, da sie von dem Magazin Vibe auf Puff Daddy's East Hampton White Party abgelichtet wurde. Oder wie der Supreme Court die Beklagten neben Vibe bezeichnet: "Sean Combs a/k/a Sean P. Diddy Combs a/k/a Sean Jean Combs a/k/a Puff Daddy (“Sean Combs”) and Bad Boy Entertainment, Inc. (“Bad Boy”)". Die White Parties sind legendär, alle Stars müssen in Weiß erscheinen. Billy Joel's Frau musste sich einmal direkt vor der Party umziehen, um von den Sicherheitskräften hineingelassen zu werden.

Die Vorlesung davor war bereits sehr unterhaltsam, da sie u.a. den Film "Borat" betraf (von Sacha Baron Cohen). Das ist der Film, der die meisten Klagen nach sich zog. Wer den Film gesehen hat, weiß auch warum. Zwei Bewohner des kasachischen Dorfes haben Klage über 30 Mio $ eingereicht, mit Hilfe eines deutschen Anwalts. Die meisten Klagen scheiterten aber daran, dass fast alle "Darsteller" eine Einverständniserklärung unterschrieben haben, die außergewöhnlich detailliert beschreibt, wie sie gedemütigt werden. Hat nur keiner gelesen. Einer schon. Natürlich der New Yorker. Der vor Borat flüchtete und durch New York rannte. Er hätte wohl in jedem Staat der USA gewonnen, außer in New York. Gerade den Ort hat er sich aber ausgesucht...

Über Mittag habe ich mir einen Permit für die Tennisplätze in New York ausstellen lassen, und bin durch die kilometerlangen denkmalgeschützten Häuserreichen von Park Slope in Brooklyn gelaufen. Das Gebäude der Park-Verwaltung kann sich ebenso sehen lassen:

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