Erst steige ich heute morgen am Union Square aus, alles wie üblich: die Schachspieler spielen, die Straßenhändler handeln und die Vögel zwitschern - irgendetwas ist aber anders. Ein kompletter Häuserblock ist eingestürzt (worden)! Nur der denkmalgeschützte Teil steht noch.
Es kommt noch schlimmer. Eingestürzt ist auf mich auch eine Menge Arbeit. Bis 7.10. darf ich ein 10-seitiges Paper schreiben über Moral Rights von Künstlern, bis zum gleichen Tag des weiteren ein 4-seitiges Memo. Klingt an sich nicht schlimm, aber dafür muss ich allein 6 Fälle lesen, die normalerweise über 20 Seiten lang sind. Außerdem soll ich ein komplettes Buch bis nächste Woche lesen und mein erstes Examen am 8.10. vorbereiten. Daneben droht natürlich die normale Tagesarbeit mit stundenlangem Lesen.
Dagegen sind wir heute nicht mehr dazu gekommen, einen rechtsvergleichenden Aufsatz zu deutschem und amerikanischem Recht durchzusprechen, den ich heute Nacht noch fertig gelesen habe (da es mehr als wahrscheinlich war, dass ich den Aufsatz als Deutscher hätte präsentieren dürfen...).
Immerhin habe ich mir mit 3 anderen heute Tickets gesichert für das Spiel der New York Knicks gegen die Dallas Mavericks (Dirk Nowitzki) im Madison Square Garden (Basketball). Der Vorverkauf läuft eigentlich gar nicht, ich habe aber einen Tipp von einem Ami bekommen, der mich auf eine sog. Insider-Liste gesetzt hat... Außerdem für Craig Ferguson, der die Late Late Show nach der Late Show von David Letterman moderiert. Die Late Show war das Vorbild für Harald Schmidt - heute ist McCain zu Gast - , die Late Late Show kann man auch teilweise im Internet anschauen. Das ist ein völlig verrückter Schotte - also ein Schotte - und er hat den gleichen Nachnamen wie der verrückte Schotte aus meinem LL.M.-Programm, also gehen wir zusammen hin. Die Veranstaltung ist ein Teil des New York Comedy Festivals, das in der historischen Town Hall beim Times Square stattfindet. Amerikanisches Fernsehen hat mich generell bisher sehr überrascht. So viele bissige Kommentare zur Politik und intelligenten, schwarzen Humor hätte ich nicht erwartet, wir haben in Deutschland ein ziemlich verzerrtes Bild. Aber bei über 200 Programmen findet man natürlich auch billig für Deutschland einzukaufendes Material, was sehr gut das Bild des Durchschnittsamerikaners im mittleren Westen vermittelt (oder, um auf Mrs. Palin sprechen zu kommen, Alaska - allein mein Stadtteil Brooklyn hat mehr Einwohner).
Zumindest kann ich mich - sobald ich heute noch die über 50 Seiten für morgen gelesen habe - auf Freitag freuen, dann geht es Richtung Houston!
Mittwoch, 24. September 2008
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