
Gestern bin ich nach meiner Vorlesung direkt zu den US Open gefahren (hat etwas gedauert, deshalb darf auch ein Bild der Subway-Trains nicht fehlen). Da ich aber noch etwas Zeit hatte, bin ich zuerst in den umliegenden Flushing Meadows Corona Park gegangen. Er wurde für die Weltausstellung 1939/40 erbaut und war ebenfalls Schauplatz der Weltausstellung 1964/65. Außerdem kennt Ihr den Observation Tower aus der Schlussszene von Men in Black, wenn Will Smith und Tommy Lee Jones versuchen, die Schabe am Abflug zu hindern. Eine Begegnung der dritten Art mit einem Monster hatte ich auch noch (dazu später). Vor dem Museumsabsatz muss ich Euch ja bei der Stange halten.

Leider hatte das Queens Museum of Art im Park ausnahmsweise geschlossen. Ich habe aber zufällig eine der Museumsangestellten getroffen und sie hat mir dann aufgeschlossen und das Museum gezeigt. Ich weiß nicht, ob das schon jemals in einem deutschen Museum passiert ist. Ich weiß auch nicht, ob es nur die berühmt-berüchtigte oberflächliche Höflichkeit der Amis war. Aber selbst wenn, dadurch habe ich jedenfalls das größte nachgebaute Stadtpanorama der Welt gesehen.
Doch nun zum Monster. Da ich schon eine Ahnung hatte, was mich erwartete bei den US Open, brauchte ich Nervennahrung und habe mich mit ein paar Pommes versorgt. Dann gab es ein déjà vu. Während bei einem früheren Urlaub mit meinen Eltern eine Krähe ein ganzes Steak im Flug vom Teller stahl, waren sowohl Dieb als auch Diebesbeute diesmal kleiner:


Bei den US Open selbst hatte ich wieder Glück mit den Spielen. Obwohl eigentlich nur mit einem Ticket für die Night Session ausgerüstet, habe ich einen unschuldigen, hilflosen Touri-Blick aufgesetzt (Danke, Maike!) und bin tatsächlich durch die Kontrolle gekommen. Dadurch kam ich noch in das Day-Match, das

Roger Federer (siehe rechts...) gegen Andreev in fünf Sätzen gewinnen konnte bei fantastischer Stimmung im ausverkauften Rund. Da das jedoch noch nach 7 pm noch lief (ab dann gelten die Karten eigentlich für Arthur Ashe), wusste ich gar nicht, dass ich erst nach dem Match hätten hineingehen dürfen. Dummheit siegt. Super war auch das Ende von Shooting-Star Muller gegen Davydenko, mit einem Ende im Tie-Break nach zwei Netzrollern. Roddick gegen Gonzalez war dagegen fast langweilig. Nicht schlimm. In einem Land, in dem Baseball populär ist, kennt man sich natürlich aus damit, etwas unfassbar unspannendes durch Pauseneinlagen aufzupeppen. Ich habe eigentlich nur auf Bildschirme geschaut. Die oben, die Amis zeigten, die grundsätzlich in jeder Pause völlig - und ich meine völlig - ausflippen und die heißesten Tanzeinlagen zeigen oder wahlweise Heiratsanträge machen (oder beides), sobald sie auf der Anzeigentafel gezeigt werden. Dazu gibt es für Besitzer einer bestimmten Kreditkarte (ich zähle nicht dazu), einen Mini-Bildschirm, der die anderen laufenden Matches zeigt. Abseits von Arthur Ashe war es spannender mit den Brian-Brüdern. Dazu mehr an anderer Stelle.

1 Kommentar:
Lutz, ich helfe doch immer wieder gerne!
Gruss aus Portland,
Maike
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